Warum Süßstoff so schädlich ist

Süßstoffe sollte man nur in kleinen Mengen nehmen ( Bildquelle: marilyna– Bigstock®)

Egal ob im Tee, Kuchen oder in der Light Brause. Süßstoffe werden überall und in fast allen Aggregatzuständen gebraucht, um Speisen und Getränke auch ohne den gefährlichen Zucker geschmackvoll zu machen. Allerdings hat auch Süßstoff so eine Schattenseiten.

Der Begriff des Süßstoffes – Eine Definition

Bei dem Begriff „Süßstoff“ handelt es sich um eine Vokabel aus der Lebensmittelindustrie und ist stark von den Wissenschaften der Chemie geprägt. Die gesundheitlichen Folgen des (übermäßigen) Konsums werden oftmals unterschätzt.

Dies liegt vor allem daran, dass selbst die Europäische Union – die für ihre strengen Lebensmittelkontrollen bekannt ist – einige eben dieser Süßstoffe frei zugelassen hat. Bei einem Süßstoff handelt es sich um einen Stoff, der als Ersatz für den herkömmlichen Zucker (wie z. B. Rohrzucker) verwendet wird. Der Süßstoff existiert sowohl in synthetischer als auch in natürlicher Form.

Der Brennwert eines solchen Ersatzproduktes ist entweder sehr niedrig oder gar überhaupt nicht vorhanden. Mit eben dieser Eigenschaft wird der Süßstoff oftmals positiv beworben. Ein weiterer vermeintlicher positiver Effekt des Süßstoffes ist der, dass sie den Zahnkaries verursachenden Bakterien – im Gegensatz zum herkömmlichen Zucker – keine Nahrung bieten. Der Messwert der Süßstoffe wird mit Bezug auf die Saccharose gemessen. Diese entspricht der süßenden Kraft mit dem Wert 1.

Die zugelassenen Süßstoffe innerhalb der Europäischen Union

Wie eingangs bereits erläutert hat die Europäische Union einige Süßstoffe zugelassen. Diese dürfen in sämtlichen Lebensmitteln und sonstigen Erzeugnissen frei verarbeitet werden. Im Einzelnen handelt es sich hierbei um:

  • Thaumatin
  • Sucralose
  • Neotam
  • Cyclamat
  • Aspartam
  • Acesulfam
  • Aspartam-Acesulfam-Salz
  • Neohesperidin
  • Saccharin
  • Steviosid

Der Süßstoff kann nur dann in seiner vollen Wirkung arbeiten, wenn er aufgrund seines chemischen Aufbaus / seiner chemischen Struktur in der Lage ist, an die sogenannten “Rezeptoren des Geschmacks” bzw. „Geschmacksrezeptoren“ anzudocken und mit ihnen zusammen zu wirken.

Die Gefahren und gesundheitlichen Bedenken im Bezug auf die Süßstoffe

Die Medien suggerieren den potenziellen Kundinnen und Kunden oftmals, dass der Konsum von Süßstoffen unbedenklich bzw. nicht schädlich sei. Oftmals wird sogar mit einer positiven Aussage geworben, da der Süßstoff im Gegensatz zum handelsüblichen und herkömmlichen Zucker keine bzw. so gut wie keine Kalorien beim Verzehr mit sich bringt.

Fakt ist allerdings, dass es über die Langzeitwirkungen der Süßstoffe nur sehr wenige gesicherte Erkenntnisse und Forschungsergebnisse existieren. Viele Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, so dass mögliche gesundheitliche Schäden nicht in Gänze ausgeschlossen werden können.

Verschiedene Forschungen und Wissenschaftler stellen die Vermutung auf, dass der erhöhte Konsum von Süßstoffen – wenn sie beispielsweise immer häufiger die herkömmlichen Zucker ersetzen – auch ein erhöhtes Krebsrisiko mit sich bringen kann. Eine dieser Studien hat beispielsweise festgestellt, dass ein hoher Süßstoffkonsum ein erhöhtes Risiko für Blasenkrebs generieren kann.

Höchstmengen von Süßstoffen vermeiden

Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät den Konsumentinnen und Konsumenten von einem Konsum jenseits der Höchstmengen ab. Bei dem Süßstoff Saccharin wurde festgestellt, dass er bei einer hohen Dosierung bei Ratten Blasenkrebs auslösen kann.

Die Süßstoffe der sogenannten zweiten Generation (hierunter fallen zum Beispiel Alitam, Sucralose, Neotam und auch Acesulfam-K) lassen sich derzeit noch nicht bewerten. Diese werden erst seit kurzem verwendet, Langzeitergebnisse sind daher noch nicht auswertbar. Auch hier sind gesundheitliche Risiken – wie z. B. das oben erläuterte erhöhte Krebsrisiko – nicht auszuschließen.

Fazit im Bezug auf den Umgang mit den Süßstoffen

Der Umgang mit den Süßstoffen sollte nicht zu leichtfertig erfolgen. Langzeitschäden wie mögliche Krebserkrankungen können nicht in Gänze ausgeschlossen werden. Viele Studien sind sich untereinander uneinig. Im Zweifelsfall sollte daher der herkömmliche Zucker vermehrt Anwendung finden.

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