Xylit – Das finnische Stevia

Stevia und Xylit haben nicht nur Gemeinsamkeiten.

Xylit ist eine Zuckervariante, die 1891 vom deutschen Chemiker Emil Fischer entdeckt wurde. In natürlicher Form kommt es in kleinen Mengen in Blumenkohl, Mais und Erdbeeren vor. Seinen Beinamen „Birkenzucker“ erhielt es dadurch, dass es anfangs aus den Rinden von finnischen Birken gewonnen wurde.

Heute erfolgt die Herstellung zumeist aus Maiskolben, bei denen die Körner vorab entfernt wurden. Diese Produktionsmethode ist im Vergleich zum gebräuchlichen Haushaltszucker relativ aufwendig und teuer. Dennoch hat Xylit, welches im Handel manchmal auch als Xylitol verkauft wird, besondere Eigenschaften, die es zu einer guten Alternative zum Haushaltszucker machen.

Eigenschaften

Die Verwendung von Xylit hat im Gegensatz zum konventionellen Haushaltszucker mehrere positive Auswirkungen auf die Zahngesundheit. Zum einen wirkt es anti-kariogen, verhindert also wirksam Karies und beugt bei regelmäßigem Konsum sogar dauerhaft der Bildung neuer Karies vor. Gleichzeitig wirkt dieser Zucker leicht antibakteriell, sodass auch Zahnfleischentzündungen erheblich reduziert werden. In Langzeitstudien konnte zudem eine Verringerung der Entstehung von Zahnbelag um bis zu 50 % nachgewiesen werden.
Ein weiterer Aspekt ist der geringe Einfluss von Xylit auf den Insulinspiegel. Dies macht diesen Stoff insbesondere für Diabetiker zu interessant. Nicht zuletzt kommt es beu der Verdauuung zu einer vermehrten Bildung von Calcium, sodass der Knochenschwund im Alter abgemildert werden kann und die Knochendichte leicht zunimmt.
Zwar gilt Stevia als die süßeste Pflanze der Welt, Xylit hingegen ist in seiner Süßkraft nahezu 1:1 mit normalem Haushaltszucker zu vergleichen. Damit eignet es sich hervorragend für Back- und Süßwaren, da hier keine Umstellung bei der Zubereitung erfolgen muss.

Vorteile und Nachteile gegenüber Stevia

Stevia ist das bekannteste alternative Süßungsmittel. Dabei haben Stevia und Xylit durchaus einige Gemeinsamkeiten. Beide sind rein pflanzliche Süßungsmittel, deren Konsum sich positiv auf die Zahngesundheit auswirkt. Auch bieten immer mehr Einzelhändler diese beiden Süßungsmittel in verschiedener Form an. Aufgrund ihrer aufwendigen Herstellung sind auch beide Alternativen deutlich teurer als der übliche Haushaltszucker. Aufgrund seines Volumens eignet sich Xylit deutlich besser zum Backen als Stevia, welches im Volumen nicht mit aufgeht und damit die Back- und Süßwaren nicht wirklich locker bekommt. Bei einer Überdosierung von Stevia kann es zu einem Nachgeschmack kommen, während die Überdosierung von Xylit eine abführende Wirkung haben kann.

Bei aller Gemeinsamkeit gibt es aber auch einige Unterschiede. Dabei hat Stevia gegenüber Xylit, welches 50% der Kalorien von Haushaltszucker enthält, wichtige Vorteile:

  • keine Kalorien
  • absolut Insulinneutral
  • 300-450 mal höhere Süßkraft als Zucker

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